Am letzten Sonntag ging ein Notruf auf unserem Bereitschaftstelefon ein: Nachbarn wären vor einer Woche ausgezogen, hätten ihre zwei großen Kaninchen wohl mitgenommen aber jetzt liefen ganz kleine Kaninchen auf dem verlassenen Grundstück herum.
Auf dem besagten Grundstück fanden wir dann leider zuerst ein totes Kaninchenbaby. Zwei weitere huschten unter einem riesigen Lager Alt-/Brennholz herum. Wenn diese winzigen Tiere eine Überlebenschance haben sollten, mussten sie da herausgeholt werden. Natürlich verkrochen die Kleinen sich immer tiefer und tiefer. Die Helfer trugen gemeinsam einen Teil des Holzes ab aber immer noch bekamen wir die Kaninchenbabys nicht zu greifen, zeitweise konnten wir sie gar nicht sehen. Ole Haske zwängte sich dann in eine entstandene Lücke um hoffentlich ein Kleines, welches ganz weit hinten unter einer Europalette vermutet wurde, zu sichern und tatsächlich schaffte Ole es!


Die Freude war groß und wir hofften auch an das Geschwistertierchen noch heranzukommen, leider blieb dieses verschwunden und wir mussten vorerst weitere Bemühungen einstellen damit erst einmal wieder Ruhe einkehrte.
Glücklicherweise gelang es dann der Nachbarin am Abend noch das weitere Baby zu sichern und zu uns zu bringen. Gut so, denn das kleine Braune war in einem sehr schlechten Gesundheitszustand. Mit halb geschlossenen Augen lag es nur noch schlapp da. Vermutlich hätte es die Nacht alleine draußen nicht mehr überstanden.


Ole (benannt nach seinem Retter) und Otis wie wir die kleinen Böckchen nennen, wurden intensiv betreut. Sie wogen gerade mal etwas mehr als 100 g und sind noch viel zu klein um ohne Mutter zu leben. Nach und nach werden die zwei Winzlinge glücklicherweise immer aktiver, ganz langsam nehmen sie nun wieder ein paar Gramm zu. Wir hoffen vorsichtig, dass alles gut wird und die Zwei sich ab jetzt gut entwickeln werden.

