
Wir sind traurig, wütend, fassungslos über die Skrupellosigkeit die uns in der letzten Woche begegnet ist.
Was ist passiert?
Mehrere Personen haben uns drei Katzensenioren als angeblich ausgesetzt aufgefundene Fundtiere mit einer herzzerreißenden Schilderung übergeben und uns damit direkt ins Gesicht gelogen. In Wahrheit stammten die Tiere von einer älteren Dame, die ins Pflegeheim musste und ihren Enkel mit der Fürsorge der Tiere betraut hatte. Mehrere Personen haben diese Geschichte, dass die Tiere in Kartons ausgesetzt waren, bewusst konstruiert, uns belogen und die Tiere schlichtweg bei uns abgeladen. Das die Angst vor rechtlichen Konsequenzen bei allen Beteiligten danach groß war, zeigten die ständigen, belästigenden Telefonanrufe am Folgetag.
Eine weitere Dreistigkeit
Besonders bitter: Für den Kater des Katzentrios gab es bereits feste Interessenten! Diesen wurde wenige Tage zuvor abgesagt mit der Lüge, die Tiere (reine Wohnungskatzen) kämen gemeinsam auf einen Bauernhof. Somit hat man dem Kater die Chance auf ein direktes Zuhause genommen, um auch ihn per Betrug im Tierheim Melle zu entsorgen.
Einziger Lichtblick: Die alte Dame erfuhr durch ihre Betreuerin von dem ganzen Treiben rund um ihre Katzen und ließ uns eine Spende zukommen. Diese Spende wird zumindest einen Teil der Kosten für eine ihrer Katzen decken. Während die ehemalige Halterin Verantwortung zeigt, haben die anderen Beteiligten völlig skrupellos gehandelt.
Keine Ausrede rechtfertigt den Betrug!
Die Beteiligten scheinen sich sogar noch im Recht zu fühlen, weil Tierheime sie aufgrund mangelnder Kapazitäten abweisen mussten, sei ihnen ja nichts anderes übriggeblieben. Doch das ist keine Entschuldigung! So besteht beispielsweise bei uns im Tierheim Melle derzeit ein Aufnahmestopp! Dieser Aufnahmestopp ist keine Schikane für hilfesuchende Tierhalter sondern das Ergebnis bitterer Überfüllung!
Diese feige Aktion geht voll auf Kosten anderer Tiere!
Gesunde, vermittelbar Katzen können wegen Platzmangel nicht aus der Quarantäne in die Katzenstuben umziehen weil der dortige Platz nun blockiert ist.
Tiere, die draußen in Not leben – beispielsweise mutterlose Kitten – und als absolut dringend auf unsere Warteliste stehen, können nun vorerst nicht gerettet werden!
Es reicht!
Es gibt Situationen, in denen Menschen mit der Tierhaltung überfordert sind. Aber uns ins Gesicht zu lügen, um das eigene Problem auf Kosten des Tierschutzes zu lösen, ist absolut inakzeptabel!
Wer den Fund von Tieren vortäuscht, erschleicht sich Leistungen, begeht eine Straftat und schadet direkt den schwächsten Gliedern in unserer Kette: Den Tieren!

