Linus

Wir suchen für unseren Hund Linus ein Zuhause ohne kleine Kinder.

Linus ist am 30.4.21 geboren. Rasse: Mutter dt. Schäferhund, Vater Labrador. Linus hat einen Kastrationschip und ist geimpft.

Linus ist ein sehr gelehriger, lebhafter und schäferhundtypisch wachsamer Hund, der sehr auf seine Menschen bezogen ist. Wir haben Linus im Alter von 5 1/2 Monaten als weitgehend unausgebildeten Hund in unsere Familie aufgenommen und viel mit ihm erarbeitet. Er ist deutlich ruhiger geworden. Linus ist inzwischen durch Futter, Lob und Spiel gut verstärkbar. Grundkommandos wie Rückruf, Sitz und Liegen sind in der Trainingssituation sicher. Er liebt Nasenarbeit. Mittlerweile orientiert Linus sich bei Spaziergängen an uns und ist leinenführig. Auch in stark aufgeregten Situationen sind deutliche Fortschritte bemerkbar. Er reagiert schneller wieder auf uns, er orientiert sich zurück und kommt deutlich zügiger wieder zur Ruhe.

Fremde verbellt er. Der Kontakt mit bekannten Personen ist unproblematisch. Liebevolle Streichel- und Kuscheleinheiten liebt er genauso wie ausgiebige Rennspiele im Freilauf mit anderen Hunden.

Leider ist Linus schnell frustriert, dies zeigt sich vor allem bei Begegnungen mit anderen Hunden an der Leine. Die Frustration ist anfangs oft in Aggression umgeschlagen. Aktuell trainieren wir fremde Hunde an der Leine in großem Abstand, den wir je nach Aufregungsgrad anpassen können. Linus bellt bei Begegnungen inzwischen nicht mehr, sondern er stellt sich auf zwei Beine und ist sehr aufgeregt.

Linus lief wahrscheinlich als Welpe frei auf einem eingezäunten Grundstück und hat aus einer Angstmotivation heraus gelernt, Autos, etc. zu jagen. Im Training können die Abstände zu den Auslösern inzwischen deutlich verringert werden. Je nach Aufregungsgrad und Entfernung des Auslösers reagiert Linus ruhiger, bleibt häufig mit allen Pfoten auf der Erde stehen, zerrt nicht hochaufgeregt an der Leine und zeigt auch hier eine wesentlich bessere Orientierung an uns.

Der Grund unserer Entscheidung Linus abzugeben, ist keiner der oben genannten Gründe, denn hier sehen wir deutliche Besserungen.

Wir haben begründete Sorge, dass mein 6-jähriger Sohn Schaden nimmt. Der generelle Kontakt mit meinem Sohn ist unproblematisch, die beiden können in ruhigen Situationen oder im Spiel schön interagieren.

Leider ist es so, dass Linus aufgeregt reagiert, wenn mein Sohn emotional nicht gut reguliert ist. Es sind zwar auch hier deutliche Lernfortschritte zu sehen, dennoch bleibt eine erhöhte Grundgefährdung. Diese Situationen waren so gefährlich für meinen Sohn, sodass Linus einen Maulkorb trägt. Momentan separieren wir Hund und Kind soweit es möglich ist. Doch trotz der Bemühungen, lassen sich die Situationen nicht gänzlich vermeiden, da beiderseits die Stimmungen schnell umschlagen.

Da diese Situation weder für die Entwicklung des Kindes noch der des Hundes förderlich ist, würden wir uns freuen, wenn sich jemand mit Hundeerfahrung Linus annehmen mag.

Um es zusammenzufassen: Linus hat keinen schlechten Charakter, er ist ein sehr zugewandter und freundlicher Hund. Wenn er einmal Vertrauen gefasst hat, danniebt er seine Personen. Er lernt gern und freut sich über kleine Trainingseinheiten, die auch sehr erfolgreich sind. Teil des problematischen Verhaltens gehört durchaus in das Spektrum eines „normalen“ Hundes, sind rassetypisch oder pubertätsbedingt. Wir und unser Hundetrainer gehen davon aus, dass Linus nicht gut sozialisiert, also schlecht umgebungsgewöhnt ist und deshalb schneller auf Reize reaktiv reagiert.

Wir möchten Linus vermitteln, weil unser Hundetrainer, der uns bereits lange kennt, uns dazu geraten hat. Auch bei einem guten Management können Fehler entstehen und wir können uns nur zugunsten des Kindes entscheiden.

Linus sollte bei einem Tierarztbesuch einen Maulkorb tragen.

Kontakt unter:  uteneumann@osnanet.de

Veröffentlicht in Vermittlungshilfe.