Sorgenfellchen im Tierheim Melle

Project Description

Jeder Tag im Tierschutz bringt neue Herausforderungen – für uns fast schon Normalität auf die wir reagieren, schnell Lösungen suchen und auch finden müssen.

Immer wieder sind aber auch wir getroffen von so manch besonderem Sorgenfellchen:

Auf Druck des Veterinäramtes kamen drei Katzenmädchen zu uns:

 Abby

 Jule

 Ylvi

Alle drei Mädchen sind extrem dünn. Die Flöhe sprangen auf den ausgemergelten Körpern mit dem schütteren Fell nur so herum. Zwei der Tiere haben das sogenannte Kippfenstersyndrom.

Laut der Halter würden alle drei nur Trockenfutter fressen … Niemand von uns war verwundert, dass sich die Tierchen nur so auf das angebotene Feuchtfutter stürzten. Endlich fressen und nicht mehr hungern müssen.

Jule und Abby hatten beide noch ein Gesäuge, Babys aber waren von der Amtsveterinärin nirgends zu finden. Laut der Halter seien die Babys tot. Ylvi dagegen war noch hochtragend als sie zu uns kam. Ein großes Glück, dass hier so schnell gehandelt wurde, denn bereits einen Tag nach ihrem Einzug bei uns bekam Ylvi ihre 4 Babys.

Wir machten uns doch Sorgen ob die dürre Ylvi, die am stärksten von dem Kippfenstersyndrom betroffen ist, noch einmal Reserven für ihre winzigen Babys mobilisieren kann und genug Milch wird produzieren können. Ganz nervös war die Katzenmami aber sie kümmert sich toll um die Winzlinge und wir unterstützen sie so gut wir nur können.

Wir freuen uns sehr Abby, Jule und Ylvi helfen zu können. Alle drei sind sehr liebe und freundliche Katzen. Wir freuen uns, dass wir Ylvi und ihre Babys dieses Mal beschützen können, ihnen Sicherheit und Zuneigung entgegenbringen können, so dass Ylvi ganz in Ruhe ihre Kleinen aufziehen kann.

 


 

Sorgenfellchen Tobi

In diesem Zustand kam der erst wenige Wochen alte Tobi bei uns im Tierheim an. Glücklicherweise war eine aufmerksame und zudem offensichtlich tatkräftige Autofahrerin auf der Hustädter Straße unterwegs. Aufmerksam genug flott zu reagieren und Tobi nicht zu überfahren, tatkräftig genug ihn direkt einzupacken und Hilfe zu suchen.

Tobi leidet an einem Virusinfekt. Die Augen schlimm entzündet, Rotz lief ihm aus der Nase und sein Mundschleimhaut ist so stark entzündet gewesen, dass man dort offene Stellen sehen konnte.

So kann keine Katze draußen überleben!

Medikamente und Intensivpflege, die Gabe von mehreren Medikamenten am Tag sind nötig um solche Tiere retten zu können.

Tobi ist ein Kämpfer und zudem ein riesengroßer Schatz. Wenn man ihm die bittere Medizin eingibt, hält er lieb still um gleich danach wieder los zu schmusen. Schmusen ist das Allergrößte für ihn und das zeigt: Tobi kennt uns Menschen und ist nicht wild, auf sich allein gestellt aufgewachsen. Wir fragen uns: Wer schaut sich an, dass ein so liebes Tier krank und kränker wird ohne zu handeln?

Vermutlich wird Tobis linkes Auge beeinträchtigt bleiben. Dies wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu vermeiden gewesen, wenn Tobis früheren Menschen ihm direkt zu Beginn seiner Erkrankung geholfen hätten.

Gute 10 Tage später im Tierheim Melle sieht unser Tobi mittlerweile so aus 🙂 .

Noch ist seine Behandlung nicht abgeschlossen aber der Kleine ist auf einem sehr guten Weg. Wir freuen uns im „Fall“ Tobi besonders über die wunderbare Unterstützung durch Spender die uns hochwertiges Futter und sogar Spielzeug für Tobi zukommen ließen. Vielen Dank!