Project Description

Happy End bei unseren Wald-Meerschweinchen!

(Achtung weiter unten Fotos die nicht für jeden geeignet sind, in diesem Fall nicht weiterscrollen.)

Am 16. Juli wurden uns diese zwei Meerschweinchenmädchen von Findern übergeben (siehe Berichte unten).

Knappe 6 Wochen später möchten wir Euch nun das Ergebnis unserer Pflege aber vor allem die zwei tollen Meerimädchen Wilma und Wanda präsentieren:

 

Die beiden Meerschweinchen haben sich zu neugierigen Schätzchen entwickelt.

Wanda (li Bild) quietscht bereits jeden Tage lauthals sobald Frischfutter serviert wird. Wilma (re Bild) ist noch etwas zurückhaltender. Beide Mädchen können jeweils auf einem Auge, an denen jeweils schwere Verletzungen vorlagen, heute nichts mehr sehen.

Aber sie haben keine Schmerzen mehr und können gut mit diesem Handicap leben. Sie sind fröhlich und quatschen viel miteinander. Natürlich werden sie ihr weiteres Leben miteinander bestreiten. Bald werden sie den alten Meerimann Anton und die etwas freche Meersau Patsy-Lee kennenlernen und werden dann zu viert in einem großen Bodengehege leben.

Hier noch einmal der Vergleich bei Einlieferung/heute:

Wanda

 

 

Wilma

 

 


2. Bericht

Neuigkeiten von unseren Wald-Meerschweinchen:

Der Heilungsprozess war an manchen Tagen hart für beide Seiten – für die Meerimädchen wie auch für ihre Pflegerin. Man möchte den Tieren helfen und ihnen etwas Gutes tun und doch sind jeden Tag Medikamentenspritzen, Augentropfen und die durchaus schmerzhafte Versorgung der großflächigen und tiefen Wunden bei Wilma nicht einfach und eine wahre Geduldsprobe.

Bei Wilma, die so schlimm zerbissen war, mussten einige Wunden beim Tierarzt geöffnet werden, damit der dickflüssige Eiter abfließen konnte.

Bei Wanda war das linke Auge in einem so schlimmen Zustand, dass die Tierärztin und wir davon ausgingen, dass Wanda ihr Auge nicht wird behalten können. Hier ist ein echtes kleines Wunder geschehen aber seht selbst (linkes Bild – am 1. Tag im TH, rechtes Bild – nach wenigen Wochen):

Die tolle Nachricht: Wandas Äuglein muss nun natürlich nicht mehr entfernt werden! Wir freuen uns so sehr für Wanda darüber!

Sehkraft wird die Kleine auf dem Auge nicht mehr haben, das Auge ist irreparabel geschädigt aber es macht Wanda keinerlei Probleme oder Schmerzen.

Wanda und Wilma sind auf dem besten Wege hin zur vollständigen Genesung!


1. Bericht
Am 16. Juli 2019 wurden im Wald an der Suttorfer Straße in Melle zwei schlimm zugerichtete Meerschweinchen gefunden.

Das Entsetzen über den Zustand der Kleinen war ehrlich gesagt nicht nur bei den Findern sondern auch bei uns groß. Das gesamte Ausmaß kam beim Tierarzt, bei der Reinigung der verschmutzten und verkrusteten Tiere zum Vorschein:

  

Bei Wilma (li. Bild) ist quasi die Hälfte des Kopfes eine einzige große Wunde. Wir können nur vermuten das dies durch Bisswunden entstanden ist. Bis hinter die Ohren und in den Nacken ziehen sich entzündete tiefe Löcher. Ob ihr Auge auf der rechten Seite erhalten bleiben kann ist fraglich. Außerdem hat Wilma Probleme mit ihren Hinterläufen.

Wanda (re. Bild) hat ebenfalls infizierte Wunden im Gesicht und auf dem Kopf. Hier sieht es eher so aus, als rührten diese Wunden von einem sehr starken Parasitenbefall. Ein weiteres, riesiges Problem ist allerdings Wandas linkes Auge – es ist nicht mehr zu retten. Wenn Wanda stabil genug ist, wird dieses Auge entfernt werden müssen.

Diese beiden Meerimädchen sind nicht erst seit dem 16. Juli in diesem Zustand. Die Wunden sind alt und eitern schon länger vor sich hin. Das rote Auge von Wanda (das sie nicht einmal mehr schließen kann) war ursprünglich vermutlich „nur“ eine Hornhautverletzung die man hätte behandeln und damit das Auge retten können. Wer sich ein Tier anschafft, muss auch damit rechnen einmal einen Tierarzt besuchen zu müssen. Die Behandlung für Wilma und Wanda hätten am Anfang der Problematik ganz sicher nicht die Welt gekostet und hätten den Tieren viel Leid und viel Schmerz erspart. Nicht zum Tierarzt zu gehen sondern das Ganze so eskalieren zu lassen und die hilflosen, kranken Tiere dann in den Wald zu schmeißen kann nicht die Lösung sein.

Gut, dass Wilma und Wanda das große Glück hatten gefunden zu werden und so zu uns kamen. Wir versuchen unser Möglichstes Wilma und Wanda zu retten. Mehrfach täglich müssen sie  Medikamentengaben und die tägliche Reinigung ihrer Wunden über sich ergehen lassen. Sie sind trotz ihrer schlimmen Schmerzen, die sie haben müssen, äußerst tapfer. Die liebe Wilma nimmt mittlerweile das Schmerzmittel sogar direkt aus der Pipette. Nach all dem Erlebten solch ein Vertrauen …