Project Description

+++ Wichtig: Während der derzeitigen Quarantänezeit können die Kleinen noch nicht besucht werden. +++

Am Sonntag den 19.01.2020 erreichte unsere Bereitschaft um kurz nach 16 Uhr ein Anruf:
Auf dem Wandererparkplatz am „Roten Pfahl“ im Ortsteil Meesdorf säßen kleine Katzen unter einem Auto, eine Mutterkatze sei nirgends auszumachen.
Da unser Notdienst gerade im Einsatz für ein draußen herumlaufendes Kaninchen gerufen worden war, düste dankenswerterweise eine ehrenamtliche Kollegin nach Meesdorf.
Und tatsächlich saßen dort 5 kleine Katzenkinder auf dem Parkplatz irgendwo im nirgendwo.
Zum Glück hatten sie riesigen Hunger und so gelang es der Kollegin mit Futter per Hand die eingeschüchterten und damit doch etwas scheuen Tiere eines nach dem anderen mit Geschick einzufangen. Bald fehlte nur noch das kleine schwarz-weiße Kätzchen.

Und nun kommt etwas, das dem Ganzen noch mal dem Fass den Boden ausschlägt:
Die Kollegin, sowie die Finder der Katzen suchten nach der Kleinen und waren sich sicher, dass es von unten in den Motorraum eines der dort parkenden Autos geklettert war.
Es kam die Autoführerin in Begleitung wohl von ihrem Ausflug dort im Wald zurück. Sie schlug Hinweise wie Warnungen, dass das eine Kätzchen im Motorraum ihres Wagens saß in den Wind. Schnell schaute sie einmal und meinte, da sei ja nichts, die Leute sollten man lieber bei den anderen Autos schauen und so startete sie den Wagen und fuhr los. Als sie halten musste um auf die Meesdorfer Straße zu fahren,

sprang die kleine Katze unter ihrem Auto hervor. Die Dame gestikulierte, fuhr dann ihres Weges.

Solch ein empathieloses Verhalten ist für uns absolut nicht nachvollziehbar!
Die kleine Katze hätte im Motorraum schwer verletzt werden können!
Und was wäre gewesen, wenn das Tierchen nicht dort am Parkplatz vor den Augen aller Helfer, sondern beispielsweise einige hundert Meter später ungesehen von
allen herausgesprungen wäre? Dann hätte sie keinerlei Hilfe mehr erhalten, weil die Helfer sie nicht hätten finden können.

Die kleine Katze rannte nun geschockt die Straße entlang, weg von den Helfern.
Nur eine riesen Portion Glück und dem Geschick unserer Leute ist es zu verdanken, dass die Kleine doch noch eingefangen werden konnte und wir die komplette Katzengruppe in Sicherheit bringen konnten.

Im Tierheim zeigen sich die Kleinen teilweise sehr zutraulich, ein paar von ihnen müssen aber ganz offensichtlich das Erlebte noch etwas verarbeiten. Gierig stürzte sich der kleine Trupp auf das ihnen angebotene Futter und leerten auch ihre Wasserschalen bis auf den letzten Tropfen.

Die Tiere haben kein Winterfell, was ein deutlicher Hinweis ist, dass sie bisher nicht irgendwo draußen gelebt haben. Wir müssen so leider davon ausgehen, dass sie ausgesetzt wurden. Wer hat nur diese wunderschönen kleinen, hilflosen Tiere dort auf dem einsam gelegenen Parkplatz ausgesetzt?

Ein Glück, dass bedachte Menschen uns informierten und die Minis gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit gesichert werden konnten

+++ Wichtig: Während der derzeitigen Quarantänezeit können die Kleinen noch nicht besucht werden. +++