Einsatz für kleine Dohlen

Project Description

Der 03. Juni ein toller Frühsommertag, strahlende Sonne, blauer Himmel und direkt nach Übernahme des Bereitschaftstelefons der erste Anruf: Eine junge Krähe oder Dohle sei am Vortag zwischen eine Häuserschlucht gestürzt und käme nicht mehr aus eigener Kraft heraus.

Dohlen-Notfall Nr. 1

Der Hausbesitzer, mitten in der Sanierung seines Hauses, führte uns zu dem engen Häuserzwischenraum der altes Baumaterial beherbergte.

Tatsächlich saß ganz am Ende eine junge, noch flugunfähige Dohle. Leider war sie schon sehr ausgezerrt und so war es nicht damit getan sie einfach wieder freizusetzen. Sie brauchte Hilfe. Also ab zur Vogelpflegestelle Wolf.

Hier danken wir einmal ausdrücklich Herrn Wolf den wir immer wieder mit unseren kleineren und größeren gefiederten Notfällen, manchmal leider auch zu unmöglichen Zeiten behelligen

 

Dohlen-Notfall Nr. 2

Einige Stunden und Anrufe später, der nächste Einsatz: Eine junge Dohle zappele auf einem Dach herum bzw. hinge an einem Schornstein fest.

Zwei Personen brachen also die Renovierung unseres Meller Tierheims ab und fuhren los um sich selber ein Bild zu machen. Und tatsächlich als wir dem Haus näher kamen, sahen wir bereits erwachsene Dohlen aufgeregt um ein Dach fliegen.

Als wir ausstiegen, wurden wir auch schon von einer besorgten Anwohnerin in Empfang genommen und sie zeigte uns, am hoch liegenden Schornstein hing tatsächlich kopfüber eine junge Dohle. Erkennbar war, dass sie mit dem Bein an einer Art Kordel festhing.

Der 3. Juni war ein heißer Tag und dort oben am Schornstein stand die Sonne direkt auf den jungen Vogel. Er hing laut Schilderungen bereits mindestens 2 Stunden über Kopf dort fest und so wurden seine verzweifelten Flügelschläge immer schwächer.

Was tun?

Immer muss man auch die eigene Sicherheit bedenken und niemand von uns oder unserer Tierschutztruppe wäre fähig dort oben aus der kleinen Dachluke zu krabbeln, bis zum Schornstein zu kommen um das Tier zur retten.

Einsatz der Feuerwehr

Als Frau der Tat rief unsere 1. Vorsitzende Frau Charlotte Bockrath-Regel bei der Freiwilligen Feuerwehr Melle-Mitte an. Toll wurde dort reagiert und tatsächlich nach kurzer Zeit sauste ein Einsatzzug in die kleine Straße. Zack, zack, zack lief dann alles gezielt, professionell und eben ganz schnell.

Mit einer Drehleiter ging es hoch zum Vogel und mit einem gekonnten Griff wurde das arme Tier gesichert.

Wieder unten angekommen konnten wir gemeinsam das Verletzungsausmaß am Vogel begutachten. Ausgetrocknet war das Kerlchen, mit dem Bein an dem er sich verfangen hatte, konnte er nicht greifen. Er hatte einige Abschürfungen und eine dicke Zehe.

Also wieder auf zur Pflegestelle Wolf.

 

Danke an die Freiwillige Feuerwehr Melle-Mitte

Unser Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Melle-Mitte die unbürokratisch, schnell und richtig toll geholfen haben – eine tolle Zusammenarbeit für ein Tier in Not!