Project Description

Vor kurzem wandte sich eine Katzenfreundin aus Melle an den Tier- und Naturschutzverein Melle e. V. Zwei Katzen seien bei ihr aufgetaucht, niemand kannte sie.

Nummer 1 ging fix in die aufgestellte Katzenfalle, ein kräftiger, wilder, unkastrierter Kater. Nummer 2 war ängstlich, ging aber auch wenige Tage später am Abend in die Falle.

 

Der 1. Tag

In der Katzenstation stellte sich heraus, dass Nummer 2 ganz verschüchtert aber händelbar und ein Katzenmädchen war.

Gechipt war sie leider nicht aber bei genauer Sichtung fiel auf, dass tatsächlich ihr rechtes Ohr tätowiert war. Nicht ganz leicht zu entziffern war die Tätowierung, da sie zum einen schon etwas „verwachsen“ war, zum anderen befanden sich zuerst einmal fast unsichtbar, zwei Ziffern im schwarzen Bereich des gescheckten Öhrchens.

 

Der Anruf bei Tasso

Wie immer erfolgte ein Anruf unsererseits bei Tasso. Dort wurde gesucht und geprüft weil eine Tätowierung nur auf einer Ohrseite doch ungewöhnlich ist aber tatsächlich gab es nach wenigen Minuten ein positives Suchergebnis.

 

Ungläubig fragte die Tasso-Mitarbeiterin ob es eine schwarz-weiße Katze sei, nach unserem „Ja“ teilte sie mit, dass das Tier dann aus Georgsmarienhütte käme und dort schon seit dem 12. Juni 2015 vermisst würde.

 

Der Anruf bei der Halterin

Unsere Stationsleiterin Frau Bockrath-Regel rief natürlich umgehend bei der Halterin der Katze an und auch diese war, verständlicher Weise, erst einmal völlig von den Socken.

Sie fragte ungläubig, ob diese Fundkatze auch den Fleck am Kinn hätte wie ihre Fine. Ja habe sie, antwortete Frau Bockrath-Regel, na und schließlich trug das Tier ja auch die passende Tätowierung.

 

Fine war weg

Die Halterin Frau G. erzählte, dass ihre Fine von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden sei. Es gab keinerlei besondere Vorkommnisse an diesem Tag, alles war wie immer, nur Fine kam nicht mehr nach Hause.

Frau G. meldete Fine bei Tasso als vermisst, ließ Suchplakate fertigen aber alle Anstrengungen etwas über den Verbleib ihrer Katze zu erfahren verliefen ergebnislos.

 

Die Wochen und Monate vergingen und immer wieder wurde Frau G. gesagt, sie solle mit der Angelegenheit abschließen. Ihre Katze sei sicherlich nach so einer langen Zeit nicht mehr am Leben.

Frau G. weigerte sich das zu akzeptieren.

Sie erzählte uns, dass sie irgendwie gewusst habe, dass sie Fine wiedersehen wird, dass es irgendwann ein Wunder geben wird und dieses Wunder wäre nun am 14. Februar 2017 eingetreten.

 

Das Wiedersehen

Und so kam es zu einem rührenden, ans Herz gehende Wiedersehen nach über eineinhalb Jahren zwischen Katzenhalterin und verlorener Katze. Fine reagierte sofort auf Frau G. ging direkt auf sie zu und beide fingen an ganz liebevoll miteinander zu schmusen.

Für uns eine unglaubliche Freude Katze Finchen wieder in ihr altes, behütetes Leben geholfen zu haben und einen Menschen wie Frau G. so glücklich zu sehen.

 

Etwas ganz Wichtiges zeigt diese Geschichte:

Ohne die Kennzeichnung wäre Fine nach dieser langen Zeit an einem völlig anderen Ort wohl niemals wieder ihrer Halterin zuzuordnen gewesen.

Hier zeigt sich wieder wie wichtig gerade bei Freigängerkatzen eine Kennzeichnung, am Besten eine Kennzeichnung durch einen Microchip, und die Registrierung bei einem der gängigen Haustierregister wie z. B. Tasso ist.